Vegetarisches und Veganes Katzenfutter – Eine kritische Betrachtung
Eine kritische Betrachtung

Wer sich mit der Ernährung von Katzen beschäftigt und das erste Mal von vegetarischem oder veganen Katzenfutter hört, wird sicher verwundert den Kopf schütteln und sich Fragen, aus welchem Grund man eine Katze vegetarisch oder vegan ernähren sollte, immerhin sind sie Fleischfresser. Das ist eine sehr richtige und logische Schlussforderung. Jemanden aber gleich zu verurteilen ohne sich mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben, finde ich nicht richtig. Deswegen behandelt dieser Artikel das Thema und enthält auch meine kritische Sichtweise dessen.
Die Gründe sich vegetarisch oder vegan zu ernähren
Diese sind vielfältig. Am häufigsten genannt sind hierbei aber die moralischen Bedenken, der Machenschaften der Fleischindustrie. Dazu gehört unter anderem auch die Massentierhaltung, Tiertransporte und auch das Unverständnis, wieso ein Tier für einen Menschen sterben soll und wieso der Mensch sich in der Entscheidung über das Tier stellt.
Für den Menschen ist eine spezialisierte Ernährung wie Vegetarismus und Veganismus, wenn man ein paar Dinge beachtet, problemlos möglich. Der Mensch ist ein “Allesfresser” und für viele ist vegetarische oder vegane Ernährung sogar ein riesiger Schritt voran, wenn man bedenkt was der Durchschnittsbürger an “Müll” in sich hineinstopft.
Gründe für vegetarische und vegane Ernährung von Katzen
Eine Katze lebt im Durchschnitt 17-18 Jahre. In dieser Zeit passiert im Leben des Herrchens und Frauchens sehr viel und manchmal kommt es vor, dass diese sich entscheiden, vegetarisch oder vegan zu leben. Immerhin sind es gerade Tierfreunde die sich dazu entscheiden und diese sind aus der Tierliebe heraus nicht selten selbst Tierhalter.
Da die Katze zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen gehört, sind unter diesen Menschen natürlich auch Katzenhalter. Das moralische Umdenken der eigenen Ernährung führt früher oder später auch zum Hinterfragen anderer tierischer Konsumprodukte. Vegetarier oder Veganer zu sein, heißt ja nicht nur, dass man die Ernährung umstellt, sondern man achtet in jedem Lebensbereich darauf, dass man auf tierische Produkte weitestgehend verzichtet (vor allem beim Veganismus).
Dass Katzenfutter, wie wir es im Supermarkt bekommen, nicht unbedingt aus den besten Zutaten besteht und wir natürlich nie genau wissen, was drin gelandet ist, bzw wie die Tiere behandelt worden sind, bevor sie in die Dose kamen, ist die ganze Futterindustrie vor allem für jene intransparent, die sich dem Thema Tierschutz moralisch verpflichtet haben.
Die eine Industrie löst die andere ab
Wenn irgendwo ein Bedarf an etwas besteht, bilden sich Firmen und Industrien, die diesen Bedarf decken wollen. Gleiches passiert auch im Bereich des “Vegetarischen und veganen Tierfutters”. Es gibt einige Firmen, die ein, wie sie mit eigenen Worten beschreiben, “ausgewogenes Futter für Katzen und Hunde” anbieten. Manche Firmen bieten sogar Futter an, welches für beide Tierarten gedacht ist. Dann gibt es Firmen, die Mixturen und Pülverchen vertreiben, mit dem man jede pflanzliche Kost zu einer katzen- oder hundegerechten Mahlzeit zubereiten kann.
Dabei werden dann ganz besondere exotische Zutaten angepriesen, die dem Verbraucher suggerieren, dass das vegetarische oder vegane Futter sogar besser sei, als eine fleischreiche Kost.
Wie ehrlich ist jemand, der dir etwas verkaufen will?
Die vegane und vegetarische Tierfutterindustrie hat eine große Lobby. Die der Tierrechtsorganisationen. Eine der bekanntesten dürfte hier PETA sein. Tierrechtsorganisationen haben teilweise eine sehr verbissene und radikale Einstellung die nach dem Motto “der Zweck heiligt die Mittel” Aktionen organisiert und veranstaltet, die sich am Rande der Legalität befinden, oder diese Grenze überschreiten. Ich habe mehrfach erlebt, dass eine kritische Haltung PETA und auch anderen Tierrechtsorganisationen gegenüber nicht selten zu aggressivem Feedback der Mitglieder führte und eine normale Diskussion kaum mehr möglich war.
Auch PETA befürwortet die fleischlose Ernährung von Katzen und Hunden. Nicht nur das. Sie verkaufen es auch selbst noch. 4 Kilo Katzenfutter kosten in ihrem Shop derzeit 24,90€ zuzüglich Versand.

Die magischen Zutaten?
Aber was ist in fleischlosem Katzenfutter überhaupt enthalten? Immerhin macht Fleisch ja einen Großteil der eigentlichen Katzenernährung aus.
Ich habe mir mehrere Katzenfuttersorten angeschaut und dabei die Inhaltsstoffe analysiert. Manchmal muss man die schöne Katzenfuttertütenwerbesprache übersetzen, um zu erfahren, was wirklich in den Napf kommt.
Allgemein muss man sagen, man darf sich nicht die Vorstellung machen, dass in pflanzlichem Katzenfutter auch wirklich ganze Gemüsestücke oder vollwertiges Gemüse enthalten ist. Große Teile der Inhaltsstoffe stammen aus der Lebensmittelindustrie und ist dort Abfallstoffe verschiedener Produktionsgänge. Pflanzliche “Kleber” bzw. “Eiweiße” stammen größtenteils aus der Stärkeindustrie und bleiben dort über, können somit also billig als Futtermittel abgegeben werden.
Beispielsweise enthielt ein Katzenfutter zum größten Teil Maiskleber. Dieser ist ein Abfallprodukt der Maisstärkegewinnung und dient in großen Mengen zur Schweinemast, Rindermast und Milchviehernährung. Es wird zudem auch in Legehennenbetrieben verfüttert, da die Farbstoffe im Maiskleber für eine schönere Dotterfarbe sorgen. In der Geflügelmast wird es nicht verwendet, da eine Gelbfärbung der Haut und des Fettgewebes den Kunden vom Kauf abschrecken könnte. (Mit der Ausnahme von Maishühnchen, die extra gelb gezüchtet werden)
Da die wenigsten der Produkte als Bio gekennzeichnet sind, kann man davon ausgehen, dass diese Inhaltsstoffe aus den gleichen Quellen stammen, wie jene die auch an die Großmastbetriebe geliefert werden.
Nicht nur minderwertig, auch gefährlich
Da die Katzen die pflanzlichen Stoffe schlecht verdauen können, werden nicht selten den Futtersorten Zucker und Öle beigemengt. Diese sollen die Verdauung anregen und Verdauungsstörungen oder zumindest die Symptome, die durch diese Fehlernährung zwangsweise entstehen, beseitigen.
Ein Kombinationsfutter für Hund und Katze enthielt sogar Avocado. Avocado ist für Hunde und Katzen stark toxisch. Das Gift Persin führt zu Herzmuskelschädigung, starkem Husten, Wassereinlagerung und schließlich zum Tode, da es keine Therapiemaßnahmen gegen diese Vergiftung gibt.
Tomaten, Paprika und Kartoffeln können bei einer mangelhafter Zubereitung das Gift Solanin, welches für unsere Tiere toxisch ist, enthalten.
Auch Knoblauchpräparate kann man in alternativen Tierläden beziehen. Knoblauch enthält genau wie Zwiebeln Allicine, die zur Schädigung oder Auflösung der roten Blutkörperchen beitragen und eine akute Anämie auslösen können.
Selbst wenn diese Stoffe nicht in tödlichen Dosierungen verarbeitet werden, schädigen sie den Organismus bei einer dauerhaften Ernährung.
Ich habe kein Katzenfutter gefunden, welches nicht zumindest eine fragliche Zutat enthielt.

Aroma und Lockstoffe
Teilweise fanden sich in den Futtersorten auch zusätzliche Aromastoffe, die eine Akzeptanz des Tieres, das Futter zu fressen erhöhen sollen. Je nach dem, welche Aromen beigefügt werden, kann es passieren, dass Tiere nur noch dieses Futter akzeptieren und anderes ablehnen. Das ist eine gängige Praxis, die auch die großen Supermarktfutterfirmen anwenden um minderwertigere Inhaltsstoffe als leckeres Katzenfutter anzupreisen.
Was drin ist, weiß keiner
Während die Inhaltsstoffe der Supplemente beim BARF immer in einer Genauigkeit von mg angegeben werden, sind die alternativen pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittel so genau wie Kaffeesatzlesen ausgezeichnet. Was in welcher Menge drin ist, erfährt man gar nicht. Anstelle genauer Inhaltsstoffe lächelt uns ein “Pflanzliche Erzeugnisse” an, was im Prinzip alles sein könnte. Selbst Sägemehl. Vitalvitaminpräparate bestehen zu dem größten Teil aus Zucker, welcher für Katzen schädlich ist.
Trockenes Futter schädigt Nieren, Blase und fördert Zahnprobleme
Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass es nur sehr wenig Feuchtfutter im Handel gibt, sondern größtenteils trockene Futterstoffe die über kurz und lang natürlich vor allem bei kastrierten Tieren zu Nieren- oder Blasenproblemen führen. Gegen diese Leiden wird dann direkt auch ein Nahrungsergänzungsmittelchen verkauft. Man schafft sich damit sozusagen seine eigene Kundschaft. Weder Feuchtfutter noch Trockenfutter haben die richtige Konsistenz um eine reinigende Wirkung für die Zähne zu besitzen.
Wie gehaltvoll ist diese Nahrung?
Da Katzen aufgrund ihrer körperlichen Konstitution pflanzliche Bestandteile nicht verdauen können, wird der Großteil es Katzenfutters vom Körper unbeachtet im Katzenklo landen. Darauf hat die Industrie reagiert und deswegen den Bedarf des Futters erhöht. Durchschnittlich braucht eine Katze von fleischlosem Futter ein Drittel mehr als von reinem Fleischfutter. Hierbei ist allerdings unklar, wie die Menge festgelegt wurde, da es keinerlei Vergleichswerte in diesem Gebiet gibt.
Man kann es sich bildlich so vorstellen, dass man seinem Kind den ganzen Tag Baumwollfasern zu essen gibt. diese vermengt man mit ein bisschen verdauungsfördernden Mitteln und dem Nötigsten an Vitaminen und Mineralien. Das Kind wird nicht sterben, aber ausgewogenes Essen ist etwas anderes.

Die Sache mit den Allergien
Allergien sind bei Katzen heutzutage ein Problem, welches  immer akuter wird. Katzen entwickeln Allergien früher und immer stärker. Auch hier hat die Industrie reagiert und verkauft “Hypoallergenes Futter“. So auch die Industrie fürs pflanzliche Futter. Gesetzlich muss “Hypoallergenes Futter” keinerlei Anforderungen genügen und die Hersteller dürfen reinfüllen was sie wollen. Das ist an sich ja auch logisch wenn man bedenkt, dass gerade Futtermittelallergien sehr vielseitig sind. Man kann 100 Allergikerkatzen nehmen und sie sind alle gegen etwas anderes allergisch. Auffällig ist jedoch, dass Katzen häufiger auf verschiedene pflanzliche Bestandteile reagieren (vor allem Getreidesorten) als auf Fleisch, da sie bei einer Umstellung auf BARF eine Besserung ihrer Symptome erleben.
Eine Umstellung auf pflanzliches Futter kann also nicht nur bei schlimmen Allergien zu großen Problemen führen, sondern auch bestehende, vielleicht noch nicht bemerkte Allergien verschlimmern.
Das kann bei verschiedenen Fleischsorten natürlich auch vorkommen, jedoch lässt sich das verursachende Fleisch durch eine Ausschlussdiät feststellen. Das ist bei pflanzlicher Ernährung unmöglich ohne die Gesundheit des Tieres zu gefährden.
Es kommen natürlich immer Argumente
Wenn man sich durch Foren liest, dann liest man auch immer die gleichen Argumente, die pro pflanzliche Ernährung von fleischfressenden Heimtieren sind. Da wird ein bestimmter Hund erwähnt, der mit pflanzlicher Ernährung uralt geworden ist. Dann gibt es eine Studie an einigen wenigen Katzen, die zumindest über einen relativ kurzen Zeitraum keine oder kaum Nachteile aufweisen konnte. Immer mal wieder liest man einige Forenmitglieder, die ihr Tier seit 1-2 Jahren so ernähren und meinen, das Tier sei viel glücklicher. Wie kann das sein?
Ich habe keine unabhängige Langzeitstudie gefunden, die klare Ergebnisse liefert. Dafür ist einfach keine Notwendigkeit, da viele wissen, dass Fleisch gesünder wäre, sie es aber moralisch nicht vertreten können. Darum, dass es artgerecht und ausgewogen ist, geht es nämlich gar nicht. Es geht nur um die Herkunft der Zutaten.
Größtes Argument ist es, dass eine Heimtierhaltung vom Menschen per se nicht artgerecht sei. Dem kann ich mich nur bedingt anschließen. Fakt ist, dass sich die Katze dem Menschen angeschlossen hat. Aus freien Stücken. Mensch und Katze lebten in einer Art Symbiose zusammen. Der Mensch lagerte Lebensmittel, die Nagetiere anlockten und die Katze fraß diese Nagetiere. Die Lebenserwartung dieser Katzen war aber nicht hoch. Selbst jetzt haben wild lebende Katzen eine sehr viel geringere Lebenserwartung als Hauskatzen. Weibchen weit unter 5 Jahre und Männchen 5-10 Jahre, wenn sie Glück haben. Hauskatzen hingegen erreichen nicht selten 15 und mehr.
Katzen sind zäh und überbrücken Hunger und Durststrecken. Von einem nicht artgerechten Futter werden sie also nicht direkt  tot umfallen (sonst hätte die Futterindustrie ein Problem), sondern sie erkranken nach und nach an Zivilisationskrankheiten. Dazu kommt ein von Menschen geschaffener, manipulierter Genpool. Katzen leiden also immer mehr an Krankheiten, die wir nur vom Menschen kennen und die in freier Wildbahn so gar nicht vorkommen.
Katzen haben es von den Haltungsbedingungen her und von der Tatsache, dass immer Futter und Wasser dasteht, wenn der Magen knurrt besser als ihre wilden Vorfahren. Sie brauchen sich um viele naturbedingte Sorgen nicht mehr zu kümmern. Man sagt ja nicht umsonst, dass die Domestikation eines Tieres das Hirn verkleinert.
Aber es darf nicht als Argument gelten “Wenn die Haltung eh schon nicht artgerecht ist, dann spielt es beim Futter doch auch keine Rolle mehr”, denn wir als Mensch haben dem Tier gegenüber eine große Verantwortung.
Wie stehen die Organisationen dazu?
Ich habe zu dem Thema einige Organisationen angeschrieben, die sich tagtäglich mit Tieren wie Katzen und Hunden beschäftigen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich. Rund ein Drittel war nicht bereit überhaupt Stellung zu dem Thema zu nehmen. Überwiegend war die Meinung vertreten, dass eine pflanzliche Ernährung von Fleischfressern aus tierschutzrechtlichen Gründen abzulehnen sei. Einige zogen die Möglichkeit pflanzlicher Ernährung in Betracht, aber machten auch klar, dass dies vor allem bei Katzen mit gewissen Risiken behaftet sei und dringend stetige tierärztliche Überwachung erfordert. Organisationen, die sich größtenteils mit der artgerechten Unterbringung und Ernährung von Carnivoren beschäftigten, reagierten auf meine Anfrage empört bis abweisend und wollten nicht einmal über eine mögliche pflanzliche Ernährung phantasieren und welche Folgen sie haben könnte. Tierheime lehnten eine pflanzliche Ernährung entweder ab oder forderten zumindest eine stetige tierärztliche Überwachung, die ein schnelles Eingreifen möglich machen, sollte dies nötig sein. Leider antwortete keiner der kontaktierten Tierärzte auf meine Anfrage. Ein Statement hier wäre sicher spannend gewesen. Vielleicht kann ich das ja noch nachreichen, wenn sich ein Tierarzt findet, der etwas dazu schreiben möchte.

Meine Meinung zu dem Thema der pflanzlichen Ernährung von Fleischfressern
Ich bin an das Thema offen und vorurteilsfrei herangegangen. Ich hatte zwar auch vorher schon eine Meinung, konnte sie aber nicht so wirklich begründen, sondern sie entstand aus einem Bauchgefühl heraus. Während meiner wochenlangen Recherche habe ich begriffen, dass dies ein sehr emotionsbeladenes Thema ist. Die Entscheidung vegetarisch oder vegan zu leben ist sehr oft mit “Entweder – Oder” Entscheidungen behaftet und man muss tiefe Einschnitte in sein eigenes Leben vornehmen, um so zu leben, wie man es für ethisch richtig hält. Ich kann diese Problematik vollkommen nachvollziehen und habe sie deswegen hier im Blog auch aufgegriffen.
Während meiner Recherchen habe ich aber immer mehr den Eindruck gewonnen, dass es bei der ganzen Geschichte nicht wirklich um Ethik oder Moral geht. Zumindest nicht von der Seite der Firmen, denn wie kann man einerseits Massentierhaltung ablehnen und den Kühen eine grüne Wiese wünschen und gleichzeitig das gleiche Futter, welches in der Massentierhaltung eingesetzt wird, an ein Tier verfüttern, welches pflanzliche Nahrung überhaupt nicht verwerten kann? Hier wurde künstlich ein Markt geschaffen, den man selbst bedient. Das ist für diese Firmen eine Win/Win Situation. Zudem ist es auffällig, dass ein Futtermittel aus so minderwertigen Zutaten SO extrem teuer ist. Vergleichen wir ein minderwertiges Supermarkt-Trockenfutter (welches wenigstens aber noch Fleisch enthält) preislich gesehen mit einem pflanzlichen Futter, welches aus Abfallstoffen der Lebensmittelindustrie besteht. 4kg Trockenfutter der billigsten Sorte bekommt man schon für unter 4€.  4kg pflanzliches Futter fast 25€. Diese Differenz ist für mich nach der Analyse der Inhaltsstoffe nicht zu rechtfertigen.
Das alles lässt mich vermuten, dass die ganze Sparte “pflanzlicher Katzenfutter” einfach nur ein netter Nebenverdienst ist und man seine Kunden unter dem Deckmantel des Tierschutzes und der Ethik ködert und abhängig macht, denn groß ist der Markt nicht und ich vermute ein Großteil derer, die als Kunden in Frage kommen, haben nicht die nötigen Sachkenntnisse, ihr Futter selbst herzustellen. Daher werden sie diesen Firmen in die Arme geschubst und kommen da nicht mehr heraus, ohne das System an sich zu hinterfragen, welches mit Sicherheit bei dem ein oder anderen in einer Sinnkrise endet. Niemand traut sich auch die Doppelmoral zu hinterfragen, die da herrscht. Welches Leben ist mehr wert? Das der Kuh oder das der Katze? Ist es gerecht die eigene Katze zum Wohle der Kuh zu “opfern”? (provokant ausgedrückt) Was sagt das dann über uns als Tierhalter aus?
Ich als Fleischesserin habe natürlich gut reden, denn ich habe kein Problem damit, meinen Katzen Fleisch zu kaufen und auch zu verfüttern. Ich verstehe aber die Bedenken jener, die es nicht können. Aus meiner Sicht und ich vertrete damit das Wohl der Katze, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten, die in Frage kommen, wenn man sich selbst pflanzlich oder vorwiegend pflanzlich ernährt und Katzenhalter ist. Entweder man akzeptiert die Natur des Tieres und damit auch die Bedürfnisse und Ansprüche an die Haltung und Ernährung, oder man trennt sich von dem Tier und vermittelt es an Menschen, die dem Tier gerecht werden können. Das klingt hart, aber das sind die einzigen Möglichkeiten, die zum Wohle des Tieres getroffen werden können. Alle anderen Versuche dem Tier eine artfremde Ernährung aufzuzwingen sind nur ein Produkt des eigenen Egoismus. Meiner Meinung nach ist man mit so einem Verhalten nicht besser als die Fleischindustrie, weil man das Tier nach eigenen Wünschen und Vorstellungen, die mit dem Wohl des Tieres nichts zu tun haben, entmündigt. Eine Katze ist ein Jäger, ein Mörder, ein Fleischfresser. Sie ist damit nicht böse, sondern sie ist wie sie ist. Das Gleichgewicht der Natur sieht das so vor. Dass Menschen den Fleischgenuss in eine nie dagewesene Perversion treiben, darf nicht auf dem Rücken der Katze ausgetragen werden. So falsch es ist, einer Kuh Fischmehl zu geben, genauso falsch ist es, eine Katze rein pflanzlich zu ernähren.
Kompromisse für Katzenhalter
Ein Kompromiss kann es sein, für die Katze ausschließlich Biofleisch oder Biokatzenfutter zu kaufen. Dieses wird mittlerweile zahlreich angeboten. Wer der Sache noch nicht traut, sollte zu einem Biobauern fahren und sich vor Ort die Verhältnisse anschauen und dort das Fleisch direkt kaufen. Das bedeutet zwar mehr Aufwand für die Futterbeschaffung, aber ganz ehrlich, BARF für die Katze ist auch keine Geheimlehre. Wenn man weiß, dass die Katze das bestmögliche Futter bekommt, weil man weiß was drin ist, und man so auch nicht die Massentierhaltung unterstützt, sondern jene, die sich um die Tierhaltung wirklich Gedanken machen, so ist das ein guter Kompromiss mit dem man leben können sollte, wenn man ein fleischfressendes Tier hält.
Diese Thema erregt Gemüter, wird auch immer die Gemüter erregen. Vielleicht trägt mein Artikel ein wenig zur Meinungsbildung bei und unterstützt das kritische Hinterfragen aller Industriezweige und regt zum Nachdenken an, wie/ob sich die Tierhaltung mit der eigenen moralischen Vorstellung zu Leben vereinbaren kann.
Nicht das was du gesucht hast? Versuch dein Glück doch einmal hier:
18 Kommentare zu „Vegetarisches und Veganes Katzenfutter – Eine kritische Betrachtung“
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[...] und den Bedürfnissen des Tieres auskennen. Hier kommt wieder das “Aber” was ich schon in einem anderen Artikel bemerkt habe. “Traue niemandem, der dir etwas verkaufen will.” und das tun [...]
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[...] intensiv an einer Artikelreihe zum Thema Katzenernährung und dabei möchte ich auch intensiv auf vegetarische und vegange Katzenernährung eingehen und beleuchten, welche Katzenernährung was mit unseren Katzen [...]
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[...] ist in diesem Zusammenhang, dass die meisten Katzenhalter, die vegane oder vegetarische Katzenernährung ablehnten, sich selbst vegetarisch oder vegan ernährten. Die Gründe, wieso Barf so zahlreich [...]
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[...] Ich bin mit Katzen aufgewachsen. Ich lebe schon immer mit ihnen. Kein Tier ist mir also so vertraut wie dieses. Es sind Seelentiere für mich, sie heilen und sie sind liebevolle Gefährten. Erst als ich 2007 mein Elternhaus verließ und wir uns wenige Monate später in Mimi und Floyd (zwei unseres heutigen Trios) verliebten, machte ich mir ernsthaft Gedanken um die richtige Ernährung von Katzen. Jetzt hatte ich die volle Verantwortung. Es war mir ein wichtiges Bedürfnis alles so gut wie möglich zu machen. Damals ernährte ich mich selbst vegetarisch. Die Idee Katzen vegan oder vegetarisch zu ernähren, kam mir nicht mal in den Sinn. Erst als ich im Januar 2010 für mich die vegane Lebensweise wählte, fiel mein Blick auf den Teller meiner Fellmitbewohner. Das zusammengepanschte Zeug in den Dosen erschien jahrelang so abstrakt, dass ich es nie bewusst als getötetes und zerheckseltes Tier ansah. Durch viele Webseiten und Foren im Internet versuchte ich mir eine Meinung zu bilden, schaute auch was andere vegan lebende Menschen an meiner Stelle machten. Letztendlich zog ich für mich eine Konsequenz: Entweder gar keine carnivoren Tiere in meiner Obhut oder möglichst „artgerechte“ Nahrung. „Entweder man akzeptiert die Natur des Tieres und damit auch die Bedürfnisse und Ansprüche an die Haltung und Ernährung, oder man trennt sich von dem Tier und vermittelt es an Menschen, die dem Tier gerecht werden können. Das klingt hart, aber das sind die einzigen Möglichkeiten, die zum Wohle des Tieres getroffen werden können. Alle anderen Versuche dem Tier eine artfremde Ernährung aufzuzwingen sind nur ein Produkt des eigenen Egoismus. Meiner Meinung nach ist man mit so einem Verhalten nicht besser als die Fleischindustrie, weil man das Tier nach eigenen Wünschen und Vorstellungen, die mit dem Wohl des Tieres nichts zu tun haben, entmündigt. Eine Katze ist ein Jäger, ein Mörder, ein Fleischfresser. Sie ist damit nicht böse, sondern sie ist wie sie ist. Das Gleichgewicht der Natur sieht das so vor. Dass Menschen den Fleischgenuss in eine nie dagewesene Perversion treiben, darf nicht auf dem Rücken der Katze ausgetragen werden. So falsch es ist, einer Kuh Fischmehl zu geben, genauso falsch ist es, eine Katze rein pflanzlich zu ernähren.“ – miauinfo.de [...]






Sehr gut geschrieben, großes Lob! Unter einem Video von Pseudoerbse hab ich auch mal geschrieben, dass wenn man sich zu so einer Lebensweise entschieden hat, auch abwägen sollte, inwiefern ein Haustier dieser auch entspricht. Wenn man wirklich so leben will, sollte man überlegen, ob das Haustier da hineinpasst. Füttert man sie weiterhin wie gewohnt, widerspricht man sich ja selbst, es sei denn, man kommt damit klar, dass das Tier Fleisch nun eben braucht. Ich finde, entweder ganz oder gar nicht. Dem Tier seinen eigenen Essgewohnheiten anzupassen macht diesen Menschen für mich dann zu keinem besseren.
Daumen hoch! Ich verteil’ den Artikel mal eben feuchtfröhlich im World Wide Web.
Danke für deine Arbeit!
Ich war 25 Jahre Vegetarier und habe mich nun vor einem halben Jahr entschlossen mich Vegan zu ernähren. Unter anderem auch aus gesundheitlichen Gründen…Dass ich meinen Katzen weiterhin Fleisch füttere ist für mich selbstverständlich da ihr Organismus Fleisch zum leben braucht und meiner nicht. Ich achte sehr darauf, dass es hochwertiges ist nur leider wird das von den Katzen wenn sie schon älter sind nicht mehr gerne angenommen. So versuche ich seit einem halben Jahr ihnen immer wieder hochwertiges Katzenfutter 100% Fleisch anzubieten. Wer sich mit Katzen halbwegs auskennt weiß, dass man ihr eher das Mausen abgewöhnt als neues Futter an…
Ich betone extra immer, dass ICH MICH vegan ernähre und nicht vegan LEBE. Um den ewigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen…”aber das ist ja widersprüchlich deinen Katzen Fleisch zu geben”. Was ist an einer Artgerechten Haltung widersprüchlich. Außerdem dürfte ich als Veganer noch nicht mal Haustiere halten…Genau aus diesem Grund gehe ich bei Peta Seiten nix mehr kommentieren. Weil da nur die schwarz/weiß, alles oder nix, ganz oder gar nix Denker oder Militanten unterwegs sind. Ich habe bei Facebook einige Veganer schon kennengelernt die auch Haustiere haben und ihnen FLEISCH füttern. Jeder Mensch trifft seine Entscheidungen für sein Leben. ICH habe mich für eine Tierfreie Ernährung und für Tierversuchsfreie Artikel entschieden. Muß ich deshalb auf die Liebe und Haltung von einem Haustier verzichten??? Wer bestimmt die Regeln???
Bravo! Super gut geschriebener und recherchierter Artikel! Vielen Dank dafür! Ich hoffe er wird ganz ganz oft von Leuten gelesen, für die das Thema aktuell ist
Ich kann dem Bericht und deinen Argumenten nur zustimmen!
Man sollte nirgends vorbehaltslos einkaufen und gerade dieses vegane Trockenfutter für Katzen ist für mich eine ziemliche Verarsche (mal davon abgesehen das kein Fleisch darin enthalten ist) – nix´ mit guten Zutaten sondern eben ein Haufen billigster Pulvermist ist und eben leider zusätzlich noch trocken.
Ich kann die Entscheidung für jeden Menschen verstehen und nachvollziehen/respektieren/anerkennen der sich SELBST zum Veganismus entscheidet, aber ich kann eben niemandem diktatorisch meine Lebensweise aufzwängen (diese Aussage gilt NICHT! für jeden Veganer!) vorallem dann nicht wenn er ein Carnivore ist und von mir abhängig ist – also keine Wahl hat.
Ich finde Schlangen auch faszinierend kann und will mir aber keine halten da ich sie nicht artgerecht ernähren kann (ich schaffe es nicht Lebendmäuse zu verfüttern) und deshalb werde ich mir niemals ein Tier halten dem ich seine Nahrung eventuell lebend verfüttern müsste – ich verstehe nicht was daran so schwer sein soll sich eben bei Einschränkungen auch gegen eine Tierart zu entscheiden und gut.
Vegetarierer/Veganer die ihre Tiere/Katzen trotzdem artgerecht mit fleischlicher Ernährung füttern zolle ich meine Hochachtung! (leicht ist es bestimmt nicht immer).
Den Kompromiss BIOfleisch zu verfüttern finde ich wunderbar, davon ab das meiste das in handelsüblichen Tierfutterdosen verpackt ist sind Innereien/und weniger edle Fleischstücke und Co. diese werden heutzutage kaum noch verzehrt und zubereitet und würden ansonsten auf dem WOHLSTANDSMÜLL landen und das ist auch nicht Sinn der Sache…
Das Problem liegt da meiner Meinung nach in veganer Hinsicht woanders eben im großen/täglichen Fleischkonsum der Deutschen, wenn müsste/sollte sich dort etwas ändern.
Allerdings ändert meine Einstellung dazu sich eben nicht durch ein paar total extreme Handlungen/Ansichten von Peta – kaum ein Fleischesser dieser Welt wird seine Meinung durch solche radikalen Sichtweisen ändern – ich will aufgeklärt und beraten werden und mir ein Urteil bilden können/dürfen auch wenn es sich nicht immer zu 100% mit den Aussagen dieser Institution deckt.
Der Fleischkonsum wird sich nicht aus der Welt schaffen lassen, eher sollte der Ansatz sein den Fleischkonsum (Eier usw.) zu veringern und eben auch dadurch eine artgerechtere Haltung zu ermöglichen.
Ich finde diesen Bericht sehr gut und durchdacht!
Danke!
Lg, Angi
PS.:
Gerade der Vergleichspunkt von dir mit dem Preis für´s vegane Trockenfutter/billigstes fleischhaltiges Produkt aus dem Supermarkt finde ich bezeichnend, da die Qualität der Inhaltsstoffe in beiden Fällen miserabel und billigst ist aber das vegane Produkt das 6fache kosten soll eben nur weil es vegan ist und das ist für mich reine Abzocke und es geht eben nicht um das Wohl des Tieres sondern um Profit also eben genau wie überall!
Der Kunde wird verarscht und ausgenutzt, mag sein das die Produktion von diesem Müll etwas teurer ist, da die Abnahmemengen geringer sind, aber auch das rechtfertigt nicht den 6fach höheren Preis für minderwertigste Zutaten.
Schöner Artikel… der mich als Vegetarier auch betrifft. Oder auch nicht, weil ich unseren Katzen natürlich ihre natürliche Ernährung gönne. Es wäre enorm vermessen, einer Katze, einem wirklichen Fleischfresser, dieses zu verwehren. So weit geht meine Engagement nun doch nicht.
Worauf wir dennoch Wert legen ist hochwertiges Biofutter, ab und an sogar Frischfleisch – nein, ich habe auch als Vegetarier kein Problem, meiner Katze Frischfleisch zu geben. Ich denke, dass mein eigener Beitrag, auf Fleisch zu verzichten, reicht, um auf dem Planeten etwas zu bewegen, und würde mir natürlich wünschen, dass mehr Menschen ihren Fleischkonsum einschränken oder einstellen. Aber das von einer Katze zu verlangen halte ich für abwegig. Eher hallte ich es für wichtig, auf Produkte (auch bei Katzenfutter)zurückzugreifen, die ohne Tierversuche und künstliche Inhalts- und Lockstoffe auskommen – da ist ja schojn die Auswahl eingeschränkt. Unsere Haustiere jetzt noch in die Pflicht zu nehmen ist wohl etwas übertrieben.
Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag, falls jemals eine Katze mit mir leben wird, werde ich sie wahrscheinlich ihrer Natur gemäß ernähren, auch wenn ich Veganer bin. Ich finde es vor allem schön, dass du in deinem Credo einen Kompromiss vorschlägst, ich habe auch schon darüber nachgedacht, woher ich das Katzenfutter besorgen würde und ich würde dies wahrscheinlich auch auf die beschriebene Schiene, über den Bauern des Vertrauens bspw., fahren lassen. Wenn du noch mehr Informationen hast – ich bin gern bereit mich weiterhin auch als Nicht-Katzen-Halter zu informieren, das Thema ist interessant. Ich wünsche mir noch viel mehr biologische Zusammenhänge, um den Stoffwechsel der Katze besser verstehen zu können, scheue dich also nicht vor mehr Infos
Liebe Grüße.
Hallo xSanax, es freut mich, dass dir mein Artikel gefällt. Vielleicht hilft dir dieser Artikel bei der deiner Informationssuche weiter: http://miauinfo.de/die-katze-ernaehrung-und-verdauung/
Vielen Dank für diesen tollen Artikel
.
Gefällt mir wirklich sehr gut!
Ist es evtl. möglich von Dir genauere Infos über die verglichenen Futtermittel und deren Inhaltsstoffe zu erhalten?
Ich würde das wirklich sehr zu schätzen wissen, da ich grad selbst am recherchieren bin und dabei über diesen Artikel gestoßen bin
*Bin weder Vegetarierin noch Veganerin, habe aber in der Verwandtschaft jemanden, der mich “bekehren” und davon überzeugen will, das eine vegane Ernährung unserer Katzen wesentlich gesünder sei. Auch mit diesem Katzenfutter von PETA…*
Würde mich freuen, von Dir zu hören.
LG
Dana
@DanA: Finde ich sehr interessant, was du schilderst. Auf PETA’s deutscher WebSie habe ich mir ja auch schon ihre (kläglichen) Argumentationsversuche zu dem Thema durchgelesen, viele der Punkte hat ja Ricarda angesprochen (die Studien, so ein Hund, der was weiß ich wie lange wurde etc.). Ich kenne Menschen, die sagen, ihre Katzen würden vegan (teilweise mit Ausgang?) leben und seien sehr gesund, ich kenne auch Menschen, deren Katzen wollen gar nicht Fleisch [weder roh noch verarbeitet als Futter oder Leckerlies) essen (was ich mir nicht erklären kann?). Ach ja, was machen eigtl. Katzen mit einer FLEISCHALLERGIE? oO Nun ja, jedenfalls ist es möglich alle essentiellen Sotffe für die Katze zu synthetisieren, inwieweit das gut ist und die Futterangebote dem qualitativen und quantitativen Nahrungsbedarf einer Katze nachkommen, sei mal dahingestellt. Ich denke mir außerdem, dass die Kosten für die Synthetisierung einiger Stoffe (Vitamin A, Taurin, Arachidonsäure…9 erhebliche Kosten verursacht, was sich im Preis nieder schlägt (vlt. erfahre ich das nach den geplanten Produktanfragen). Bisher sehe ich das Thema ZIEMLICH kritisch. Kannst du “uns” auf dem Laufenden halten, mich würde es auch interessieren. Gez. ein Veganer^^
Übrigens es gibt sehr viele Tiere mit Allergien. Diese können auch auf Fleischsorten bzw bestimmte Tiere bestehen. Das ist allerdings eher selten. Die meisten Tiere reagieren auf Füllstoffe wie Getreide, Mais, Reis usw. Von einer allgemeinen Fleischallergie habe ich noch nie was gehört. Tiere die auf eine bestimmte Tiersorte allergisch reagieren, werden mit sortenreinem Futter gefüttert. Vorher muss durch eine Ausschlussdiät gemacht werden um herauszubekommen, auf was das Tier reagiert.
Eines führt zum anderen. Für den Vegetarismus und Veganismus gibt es allerhand gute Gründe mit denen sich auch carnivore Menschen auseinandersetzen sollten (Buchtipp hierzu: Tiere essen von J.S. Foehr).
Ich habe auch zwei Katzen. Katzen sind und bleiben nunmal “Raubtiere”, da kann man nichts weg diskutieren. Wenn man alles bedenkt ist es natürlich fraglich, Haustiere zu halten. Ebenso bedenklich ist es, Kinder in diese Welt zu setzen. Alles ist kritisch.
Eine vegetarische Ernährung der Katze halte ich für fraglich, da es nunmal nicht der Natur entspricht. Eine handelsübliche fleischenthaltende Ernährung ist ebenso fraglich – einerseits wegen der ungewissen Inhaltsstoffe (4% Fleisch, der Rest Nebenerzeugnisse??)andererseits auch wegen der Marktdominanz einiger Hersteller. Ich denke da z.B. an Nestlé mit ihrem Katzenfutter. Wenn man sich informiert, insbesondere über Weltkonzerne und ihre Machenschaften auf Kosten der Verbaucher, muß man sich aus ethischen Gründen auch dagegen entscheiden.
Ich weiß, dass dies eine Diskussion über Fleisch ja oder nein ist- aber was ich sagen will: es geht um mehr als das, wenn man das Leben ethisch, moralisch einigermaßen korrekt gestalten will.
Ein riesiges Thema.
Du hast recht mit dem was du sagst. Das Thema selbst ist sehr viel größer als Fleisch ja oder nein. Wer streng vegetarisch und vegan leben möchte und KEIN Fleisch in jeglicher Form kaufen will, kann kein fleischfressendes Haustier halten. Jegliche Alternativen, von denen behauptet wird, dass sie existieren schaden den Tieren.