Katzen sicher im Auto transportieren
Dies ist ein Gastartikel von Andreas
Bei den Samtpfötchen muss man bei einem Transport besondere Vorsicht walten lassen. Während ein kleinerer Hund, wie beispielsweise ein Mops, sich auch schon mal vom Beifahrer am Halsband festgehalten im Fußraum niederlassen kann oder ein größerer Hund in einem von einem Fangnetz gesicherten Kofferraum transportiert werden kann, ist das bei der Katze nicht möglich. Ursache ist ihr deutlich stärkerer Bewegungsdrang und die Fähigkeit, sich auch durch die kleinsten Ritzen zwängen zu können.
Am besten ist die Miez in einem Korb mit fest verschließbarem Deckel oder einer speziellen Transportbox im Kofferraum zu transportieren. Allerdings sollte man darauf achten, dass das Behältnis bei einem scharfen Bremsmanöver nicht durch die Gegend fliegen kann. Hier bieten sich zur Sicherung Spanngummis an, die viele Menschen verwenden, wenn sie etwas auf dem Gepäckträger des Fahrrads befestigen möchten. Hilfsweise kann der Korb oder die Box von den Mitfahrern auf der Rückbank auch auf den Schoß genommen werden, sollte dort aber so platziert werden, dass die Lehne der Vordersitze sie sicher gegen ein Vorschleudern im Falle einer Vollbremsung schützen.
Hat man keine geeignete Transportbox zur Hand, darf es auch ruhig ein Meerschweinchenkäfig sein. Der bietet der Katze freie Sicht und ein wenig Bewegungsspielraum. Auch er sollte sicher verstaut werden. Den Hamsterkäfig ist ungeeignet, denn er engt die Katze zu sehr ein. Hat man im Kofferraum keinen Platz, kann er auch auf der Rückbank abgestellt und mit dem normalen Gurt gesichert werden. Dazu sollte man aber möglichst nicht den Beckengurt, sondern eines der seitlichen Gurtsysteme mit Straffer verwenden.
Eine weitere Möglichkeit zum Katzentransport sind Taschen mit Sichtfenster und Reißverschluss die man auf den Schoß nehmen kann. Dort hat man die Chance, die Miez während der Fahrt durch gezieltes Ansprechen und Kraulen zu beruhigen. Ist kein Mitfahrer dabei, sollte man den Gurt durch die Trageschlaufen ziehen und sie so sichern.
Eine Katze sollte nie ohne geeignetes Transportbehältnis im Auto mitgenommen werden! Damit gefährdet man neben der eigenen Sicherheit auch die Sicherheit des Tieres und die anderer Verkehrsteilnehmer.
Wichtig bei längeren Fahrten ist es, dass man ein Saufnäpfchen und eine Flasche Wasser mitnimmt und dem Tier bei den Pausen einen Trank anbietet. Als praktisch hat es sich auch erwiesen, den Korb oder die Transportbox mit Küchentüchern auszulegen, für den Fall, dass Miez oder Kater ihre Notdurft verrichten müssen. Auch ein Schälchen mit Trockenfutter sollte man mit hineinstellen und eines ihrer Lieblingsspielzeuge mit hineinlegen. Dann kann sie sich beschäftigen und die Fahrt wird nicht zur Belastung.
Viele Tiere müssen bei längeren Autofahrten erbrechen oder werden extrem unruhig. Dort sollte man beim Tierarzt vorbeischauen und sich geeignete Tabletten für die Unterdrückung der Reiseübelkeit geben lassen. Die gibt es nämlich nicht nur für den Menschen, sondern auch für Hund und Katze. Sie wirken stark beruhigend, so dass das damit behandelte Tier die Fahrt dann meistens komplett verschläft.






Sehr interessanter Artikel! Das ist ja sehr wichtig für mich, da ich eigentlich sehr oft unterwegs bin und meine kleine Sara soll zu Hause alleine bleiben…Danke für diese Tipps, netter Blog.
Ein sehr informativer Artikel, Kompliment! Bin durch Zufall auf diese Seite gestossen, bei der Suche einer geeigneten Transportbox für meinen Stubentiger. Super Tips, auch wenn ich bezweifle dass meine Mietze freiwillig in einen Meerschweinchenkäfig steigen würde
Mhh… Eine Katze im Hamsterkäfig, nur schwer vorstellbar.
Ich finde diesen Artikel sehr informativ und freue mich, dass ich diesen gelesen habe.
Danke
ich transportiere meine miez alle paar wochen über ca. 600km(!!!). er ist an’s reisen gewöhnt, auch an das katzengeschirr.
ich transportiere ihn in einer box, aber zusätzlich mit der leine gesichert. dadurch kann ich während der fahrt (box auf dem schoss) das türchen der box öffnen, und ihn streicheln, und gleichzeitig absichern, dass er nicht irgendwie ausbüchst.
im übrigen habe ich solche babywickel-unterlagen gekauft, halbiert und damit die box ausgelegt, falls er pipi muss.
für die motivation hatte ich auch schon so manches mal, kleine hackfleischbällchen dabei o.ä.
blöd findet mein miezekater starke beschleunigung sowie laute motoren.
das mal so, um meine erfahrungen zu nennen. vielleicht konnte das ja wem weiterhelfen.
p.s.: meine miez ist meist entspannter, wenn ich es auch bin. wenn ich reisegestresst wäre, würde sich das als zusätzlicher stress auf das tier übertragen. nach dem motto: “wenn mama ruhig ist, dann ist alles i.O.”
Ich habe seit 2 Monaten ein wunderbares, rotbraunes Kätzchen, sie heißt Jessy und nun möchten wir an Ostern einige Tage wegfahren. Es werden ca. 250 Kilometer und da soll Jessy mit im Auto fahren.
Danke für die Anregungen im Artikel, ich denke wir werden unsere Katzenbox hinter den Beifahrersitz stellen und öfter Pause machen. Morgen wollen wir mal probieren (kleine Strecke) wie es Jessy gefällt (zum Eingewöhnen). Bin mal gespannt…