Ey schau mir beim Essen zu!
Heute morgen, 3 Uhr, in der ganzen Wohnung ist es ruhig, denn alle schlafen. Alle? Nein ein kleiner Tigerkater streift durch die Zimmer, sich fragend, was er denn als nächstes anstellen könnte. Immerhin hatte er ja seine Dosenöffner schon seit 23 Uhr in Ruhe gelassen.
Wie wärs mit miauen? Richtig, hat er ja schon seit gestern Abend nicht mehr gemacht. Also erstmal oben im Flur “Miauuuuuuuuuuu”. Er hört Bettdecken rascheln. “Hey cool”, denkt er sich. “Das scheint ja echt zu klappen!”. “Miauuuuuuuuuuuuuu”, sagt er. Diesmal etwas lauter. Ein Murren kommt aus dem Schlafzimmer, was man mit einem “Nicht jetzt” hätte übersetzen können. “Hey das klappt wirklich. Ich geh mal ins Schlafzimmer und gucke was da los ist.” Angekommen schauen ihn vier paar schläfriger Katzenaugen an. Er geht zu einer Kiste in der sich noch etwas Wäsche in einer Tüte befindet und raschelt an ihr. Cthulhu wusste, dass Rascheln überhaupt eine der besten Methoden ist, jemanden zur Weißglut zu bringen. “Raschel raschel. Raschel raschel. ” Eins der Katzenaugenpaare springt auf und kommt zu ihm. Sie will mitrascheln. “Neee”, denkt sich der Tigerkater, “das war ja wohl meine Idee!” und lässt die mittlerweile selbst raschelnde kleine Katze zurück. “Ich könnte aufs Bügelbrett klettern.”, überlegt er und setzt es sogleich in die Tat um. “Miauuuuauauauauauauauau!” ruft er von oben herunter. Er versucht sein ganzes kätzisches Talent in dieses Miauen hineinzulegen. “Ich glaube er hat Hunger.”, murmelt es aus dem Bett heraus. “Ich gehe ihn mal füttern.”
Dosine bewegt sich aus dem Bett hinaus und der Tigerkater springt voller Begeisterung in den Flur. “Brrrrrrrrt, juhu es hat geklappt, es hat geklappt. Jetzt locke ich sie nach unten.” Freudig, den Schwanz in die Höhe gestreckt tappst er die Treppe hinunter ins Wohnzimmer. Dosine stolpert hinterher.
“Also eigentlich”, denkt sich der Tigerkater, “könnte ich jetzt auch was essen. Soviel miauen macht irgendwie nen trockenen Hals.” Lässig schlendert er zum halb gefüllten Futternapf, den Dosine leer vermutete und dessen sie zu Füllen zu dieser Zeit sogar bereit war. Bereits mit der Dose und der Gabel in der Hand und aus der Küche kommend, schaute sie zum Kater, der es sich schmecken ließ. “Ähm und warum weckst du mich?”
Tigerkaterchen blickt nicht mal hoch. Beim Essen spricht schließlich man nicht. Die Dose also wieder in den Schrank verfrachtet und nen Kaffee gekocht. Für die Stunde lohnt es sich eh nicht mehr zu schlafen. Tigerkaterchen hingegen wittert seine Chance und läuft nach dem Essen die Treppe hinauf. Immerhin ist ein Platz im Bett frei geworden. Und mit viel Glück ist der auch noch kuschlig warm.
Nicht das was du gesucht hast? Versuch dein Glück doch einmal hier:
4 Kommentare zu „Ey schau mir beim Essen zu!“
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[...] seines Zeichens ein Kater der immer im Mittelpunkt stehen will, ist manchmal ein bisschen sauer, wenn man nicht direkt springt, wenn er miaut. Ich gebe zu, dass [...]






Hast du sehr gut geschrieben! Und es freut mich, dass Miez so gut wie der alte ist :]
Ja auch wenn Daniel der ruhige Miezekater anscheinend besser gefallen hat.
Aber ich mach den Futternapf-überfallenden Tigerkater der manchmal ein wenig neurotisch ist viel lieber. Solang er quengelt, weiß ich dass es ihm gut geht.
Hihi
so sann´s die Miezen
))!
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sehr angenehm…
Deine Geschichte erinnert mich total an meine Katzendame Dusty, die zieht gnadenlos jedes Register und sie findet nix´toller als mir Geschichten zu erzählen und ich soll sie durch die ganze Wohnung verfolgen (so ganz ohne Ziel) und bitteschön auch ab und zu mal was dazu sagen
Ein Sprung vom hohen Regal so ca. 1,50 m von oben auf´s Bett bzw. den Bauch ist auch eine ganz tolle Sache um die ihr anvertrauten Dosenöffner gezielt und mit Sicherheit zu wecken und sie zur Beschäftigung zu animieren
Aber so ist sie unser kleiner liebenswerter Rüppel
Lg, Angi – die sehr amüsiert deinen lustigen Bericht gelesen hat